Unterwegs mit neuen E-Mountainbikes

(Bild:  Cube / Pending System GmbH & Co. KG)

Auf dem Höhepunkt der Radsaison: Wir prüfen und testen

Die neueste Antriebstechnik schickt Elektrofahrräder nun auch ins Gelände. Immer mehr Modelle der Elektro-Mountainbikes stehen zur Auswahl, die dadurch nicht leichter wird. Welches Rad passt zu mir: Wie stark muss und wie teuer darf es sein? Motor und Batterie bringen zusätzliches Gewicht auf die Strecke – und kosten Geld. Dennoch: Die Investition in ein modernes E-MTB lohnt sich.

„Muss mein Neues gleich Elektro-Mountainbike sein?“ – fragt sich so mancher passionierter Mountainbiker mitten in der Radsaison. „Aber kaufe ich für mehr Geld auch wirklich mehr Antriebskraft oder nur mehr Gewicht?“ Wer überlegt, welches der zahlreichen neuen Modelle er wählt, muss Einiges entscheiden. Dabei geht es um Gewicht, Kilowattstunden, Reichweiten und darum, wie man sie optimiert. Richtig kombiniert sowie eingestellt bewirken die modernen Antriebe kleine Kraftwunder und bereiten dem Radfahrer mehr Spaß.

Welche Power schiebt mich durch die Berge                     

E-Trekkingräder sind inzwischen auf unseren Wegen alltäglich geworden. Die neueste Technik erlaubt es, ebenfalls die etwas anspruchsvolleren Elektro-Mountainbikes mit leistungsstarken Motoren und Batterien auszustatten. Je nach Motorisierung ergeben sich unterschiedliche verkehrsrechtliche Pflichten, die zu beachten sind (wir berichteten zu Unterschieden zwischen: Pedelec, Elektrorad und E-Bike).

Die Frage: „Bin ich nicht zu fit für die Motorunterstützung?“ stellt sich nur theoretisch. Beim klassischen Pedelec (Abkürzung von Pedal Electric Cycle) unterstützt der Elektromotor den Fahrer nur wenn er in die Pedale tritt bis zur Geschwindigkeit von 25 Stundenkilometern. Bis zu diesem Tempo kann man sich gemütlich und entspannt „elektrisch“ mit-antreiben lassen. Gibt man dagegen „Vollgas“ und tritt stark in die Pedale, schaltet der Antrieb automatisch ab. Wer schneller als 25 Stundenkilometer fährt, ist auf die eigene Muskelkraft angewiesen.

Hinter jedem Motor eine Batterie

Sportlichen Radlern nutzt der Motor also wenig? „Stimmt nicht“ – korrigiert Heiko Geyer, Fachverkäufer in Wiesbaden – langsamere Interwale und den Motor nur auf Steigungen einschalten schont die Batterie und erhöht damit die Reichweite.“ Für etwa zweitausend Euro bekommt man zum Beispiel ein E-MTB von der Oberpfälzischen Firma Cube aus der Serie Reaction Hybrid; der CX-Antrieb von Bosch (Mittelmotor am Tretlager) verfügt über 250 Watt bei einem Drehmoment von 75 Newtonmeter und die Batterie speichert 500 Kilowattstunden.

Das nächstgrößere Modell der Serie kostet eintausend Euro mehr. Davon verkaufte Geyer 2016 zehnmal mehr als von der kleineren Version. Entscheidend dabei: das Gewicht. Die teureren E-Bikes sind leichter. Aber das Ensemble Motor plus Batterie wiegt mit sechs Kilogramm genauso viel. Gewicht sparen kann man nur am Rahmen und Ausstattung. Bei den genannten Modellen bilden Motor und Batterie mit etwa 1.600 Euro den festen Anteil am Endpreis des E-Bikes. „Den Rest kostet das Fahrrad an sich“, erklärt der Fachmann.


Technische Parameter:  Cube Reaction Hybrid 27,5 Zoll, Hardtail
  • CX-Antrieb von Bosch (Mittelmotor am Tretlager):
250 Watt
  • Drehmoment:
75 Newtonmeter
  • Batterie:
500 Kilowattstunden

Gewicht ist Geld – eine Sache der Einstellung

Damit man sein E-MTB optimal nutzten kann, soll man ein paar Faustregeln beachten. Den Motor braucht man nicht generell auf „Vollgas“ zu stellen. Die maximale Leistungsstufe benötigt der Fahrer nur bei Steigungen. Am wichtigsten ist dabei der sogenannte Unterstützungsgrad des Antriebs. Er kann in mehreren Stufen justiert werden und hängt davon ab, wie kräftig und wie oft man in die Pedale tritt. Die Unterstützungsstufe entscheidet somit praktisch über die Reichweite des Akkus.

Auf dem E-MTB schleppen Sie also kein überflüssiges Gewicht mit, sondern haben enorme Kraftreserven an Bord.

Diesen zentralen Knackpunkt löst zeitgemäß eine ausgefallene Steuerungstechnik. Die „intelligente“ Software ermittelt unter Anderem eintausend Mal pro Sekunde, wie fest man in die Pedale tritt. „Die moderne, so gesteuerte Antriebstechnik“ – stellt Heiko Geyer fest – „kompensiert in jedem Fall ihr zusätzliches Eigengewicht. Auf dem E-MTB schleppen Sie also kein überflüssiges Gewicht mit, sondern haben enorme Kraftreserven an Bord.“

(Alle Bilder in diesem Beitrag stammen von:  Cube/Pending System GmbH & Co. KG)


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